- Wie funktionieren die Mikrowellen-Muffelöfen? Zunächst mag sich "Mikrowellen-Veraschung" paradox anhören, denn die Proben werden durch die Mikrowellen-Energie gar nicht angeregt - wie können sie also Verbrennungstemperaturen von bis zu 1200°C erreichen? CEM, spezialisiert auf anspruchsvolle Anwendungen der Mikrowellentechnologie, entwickelte folgendes "Ofen-im-Ofen" Verfahren:

1. Im Gerätegehäuse, in dem auch der gesamte Elektronikteil, LCD-Anzeige mit deutschsprachiger Bedienersoftware und Funktionstasten untergebracht sind, gibt ein Magnetron geregelt Mikrowellenstrahlung ab; diese durchdringt
2. ungehindert einen luftdurchlässigen Keramik-Isoliereinsatz und wird
3. im eigentlichen Heizraum von einem patentierten Siliziumkarbid-Heizelement an den Innenwänden des Isolators absorbiert; dieser gibt
4. seine Energie als Wärmestrahlung an die Probe ab, die damit schnell, je nach Anwendung bis auf 1200°C, aufgeheizt wird.









Ein Thermoelement im Heizraum nimmt die Ist-Temperatur auf, das Magnetron wird entsprechend bis zum Erreichen des Temperatursollwertes gesteuert. Die Abluft wird in einem geschlossenen System nach außen geführt. Dieses Prinzip hat gegenüber konventionellen Öfen gravierende Vorteile: Durch die geringe Masse des Heizelements und die rasche Aufnahme der eingestrahlten Mikrowellen-Energie erreicht der Ofenraum schnell die Solltemperatur. Ebenso schnell lassen sich Temperaturschwankungen, z. B. beim Öffnen und Einbringen der Probe, wieder ausregeln. Der hohe Luftdurchsatz ermöglicht durch die luftdurchlässige Isolationskeramik und durch die Tiegelwand der patentierten Quarztiegel ein schnelles Verbrennen der Probe und sorgt für eine gute Entlüftung des Systems. Die patentierten CEM-Quarzfasertiegel beschleunigen den Veraschungsprozeß. Zudem bietet dieses Material den Vorteil, daß es innerhalb von wenigen Sekunden nach der Entnahme aus dem Ofen abkühlt ohne dabei Feuchtigkeit aufzunehmen. Somit wird ein Überführen in den Exsikkator hinfällig und beschleunigt das Handling des Rückwiegens enorm. Ein Abluft-Rohr wird direkt am Gerät angeschlossen, das damit selbst, wie auch seine Umgebung frei von Ablagerungen bleibt. Die Raumluft und somit auch der Anwender werden nicht belastet (Arbeitsschutz) und die Installation braucht unter keinem Abzug zu erfolgen.

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